Rinderbraten aus dem Römertopf- Slowfood

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„Slow food is good food“ – Dieser Rinderbraten, muss ich zugeben, ist kein schnelles Gericht. Gut Ding braucht Weile, ist aber dafür ganz einfach. Der Römertopf erledigt von selbst einen perfekten Garvorgang, und man muss während der ganzen Zeit lediglich 1-2 Mal nachsehen und bei Bedarf Flüssigkeit nachgießen. Aber zurück zum Start.

Nach einer ziemlich turbulenten Woche: Sonntag: Großkind gesund/Mini krank. Montag: Mini krank. Dienstag: Mini krank. Mittwoch: Großkind krank/Mini fast gesund + Wasserrohrbruch. Donnerstag: Kinder fast gesund/ich krank + Ameisenkolonie im Wohnzimmer + Göttergatte nimmt Pflegeurlaub und arbeitet trotzdem. Freitag: ich krank, Ameisen weg (denen hat es auch schon gereicht bei uns), aber Rohrbruch behoben. Endlich ist das Wochende da – und Muttertag. Großkind ist verzweifelt, weil es das für mich gemalte Geschenk nicht aus dem Kindergarten mitgebracht hat. Mini hat Lagerkoller, weil sie die ganze Woche zuhause sein musste, und ich weiß gar nicht mehr ob ich jetzt unter Lagerkoller oder an Nebenwirkungen einer Überdosis Aspirin C Brause leide. Der Muttertag steht vor der Tür, die Nerven liegen blank, wir streiten, und die Damen tun alles was sie nicht sollen. Stopp! Zeit für einen Tempowechsel – Also kochen wir heute mal gemütlich etwas gaaaaanz Langsames… slowly….meaty…warm…and just relaxed!

Der Römertopf ist ein Tontopf, hervorragend geeignet für allerlei Slow Food, wie Braten oder Schmorgerichte. Da er vor dem Füllen ca. 20 Minuten gewässert wird, gibt er laufend Feuchtigkeit ab, und der Garvorgang ähnelt dem eines Dampfgarers. Rindfleisch, beispielsweise, koche ich in Braten- oder Ragoutform ausschließlich im Römertopf, denn das Fleisch wird, ohne auszutrocknen, butterweich. Meine große Angst beim Rindfleisch ist immer, dass es nicht weich genug ist und man stundenlang an einem Bissen kaut. Aber sogar den Mädels schmeckt s und das ist bei Rindfleisch für mich ein großer Erfolg. Zusätzlich wird mit dem Gemüse eine herrliche Sauce und Beilage mitgegart. Der Saft ist sehr gehaltvoll und das Gemüse und der Zitronensaft gibt dem ganzen eine erfrischende Note. Das Praktische daran – Hauptgericht und Gemüsebeilage werden mit einem Kochvorgang erledigt –  und genau sowas mag ich: simple und geschmacklich hervorragend!

Kurz gesagt: Gemüse klein schnippeln, Braten rundherum anbraten, alles rein in den Römertopf, Rotwein, Wasser und Gewürze dazu. 2 Stunden garen, fertig. Ein Essen, welches wunderbar vorbereitet werden kann, und sich sehr gut eignet um viele Mäuler zu verköstigen.

Das Gericht ist an sich schon ein „Rindfleischpimpfaktor“ der Sonderklasse und braucht keinerlei etxra „Pimp“!

Lasst es euch schmecken, und das Fleisch auf der Zunge zergehen!

Zutaten

(ca. 4 große Portionen)

  • 800 g Rinderbratenfleisch (möglichst gute Qualität, da das Fleisch ohnehin schrumpft) – welcher Teil genommen wird ist reine Geschmackssache: Schulterscherzl, Tafelspitz, hinteres Ausgelöstes, Rostbraten – ist alles möglich!
  • 1 Bund Suppengemüse + 2 Karotten zusätzlich
  • 1/2 Brokkoli
  • 1-2 Tomaten
  • 1 Zwiebel
  • 4 Knoblauchzehen
  • Saft einer halbe Zitrone
  • 1/8l Rotwein
  • 1-2 Zweige Rosmarin & Thymian
  • 2 Tl Tomatenmark
  • Salz, Pfeffer, Öl zum Anbraten, ev. Maizena
  • Wasser

Zubereitung

Römertopf ca. 20 Minuten wässern. Gemüse klein schneiden, Knoblauch schälen aber ganz lassen und Zwiebel vierteln. Bratenfleisch salzen, pfeffern und von allen Seiten scharf anbraten. Das Gemüse (außer Tomaten) in den gewässerten Römertopf geben, die Gewürze drauf verteilen, Tomatenmark, Zitronensaft, Salz und Rotwein dazu geben. Alles durchmischen und das Fleisch auf das Gemüse legen und etwas hineindrücken. Mit Wasser aufgießen. Das Fleisch sollte etwa 1/3 in der Flüssigkeit sein. Das Gemüse und das Fleisch verliert im Garvorgang sehr viel Wasser.

Deckel auf den Topf geben und für 2 Stunden bei 180 Grad Umluft in den Backofen geben. Nach etwas einer Stunde die Tomaten dazu geben und eventuell noch etwas Wasser nachgießen. Wieder in den Backofen zurückgeben. 15 Minuten vor Garende, etwas Brühe und Gemüse aus dem Topf schöpfen, pürieren und mit einem Esslöffel Maizena vermischt, zurück in den Topf leeren. So entsteht eine sämige Sauce. Die letzten 15 Minuten weiter garen.

Zum fertigen Braten passen verschiedene Beilagen: Reis, Bandnudeln, Spätzle, Semmelknödel, Salzkartoffel oder auch Polentaschnitten.

Nomnomnom!

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2 thoughts on “Rinderbraten aus dem Römertopf- Slowfood

  1. Liebe Lisa,

    was für ein wunderbares Rezept! Ich kenne die Zubereitung mit dem Römertopf in dieser Form noch von meiner Großmutter und liebe es selbst mit dem Römpertopf zu kochen. Sehr schön und lecker 🙂
    Ich habe mich gerade richtig gefreut, dass auch noch andere mit dem Römpertopf kochen.
    Viele liebe Grüße,
    Mimi von Mimis Foodblog

    1. Liebe Mimi,
      Danke dir, ja ich lieben den Römertopf auch und es kommen mit Sicherheit noch mehr Rezepte für den Römertopf.

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