Foodforfamily goes Urban Gardening

Ich freue mich sooooo sehr! Ich bin endlich wieder Besitzerin eines kleinen, feinen, Gartenbeets. Endlich werde ich wieder richtige Erde zwischen den Fingern spüren und den Acker bearbeiten. Ich liebe Gartenarbeit, ich liebes es staubig zu werden, ich liebes es Erde unter den Fingernägeln zu haben, und ich liebe es an der frischen Luft Gemüse anzupflanzen, zu gießen und wachsen zu sehen. Bereits vor einigen Jahren, hatte ich ein solches Beet in einem Grätzlgarten, mitten in der Innenstadt, nur leider, aufgrund unseres Umzugs, musste ich dieses Beet schweren Herzens aufgeben.

Auf unserem Balkon habe ich zwar auch versucht Gemüse zu ziehen – jedes Jahr habe ich eine super Erdbeerernte und auch die Tomaten- & Chillipflanzen gedeihen sehr gut – aber außer einigen Kräutern und noch etwas Salat hatte nichts mehr Platz.

Vor längerer Zeit habe ich mich schon um einen Platz bei einem Selbsterntefeld, welches gleich hinter unserem Haus ist, beworben. Aber die Plätze, vor allem in der Stadt, sind begehrt und ich stehe noch immer auf der Warteliste. Der Platz ist genial, direkt in unserer Nähe, und nur 7 Minuten zu Fuß von der U-Bahn entfernt!

Wien.Ich liebe diese Stadt.IMG_0919

Mein Glück war heuer, dass mich letzte Woche meine liebe Nachbarin angerufen hat, und mich fragte, ob ich ein Stückchen von ihrem Beet haben möchte. Ihre 40m2 sind ihr zu viel. Ich habe gar nicht mehr damit gerechnet. Juhu !!!!  Mir gehören wieder ca. 15m2 Gemüsebeet!!!!!!

Natürlich habe ich sofort damit begonnen in meinem BioGartebuch nachzusehen, welche Arten von Mischkulturen gut funktionieren und mir Gedanken gemacht, was ich denn alles anbauen möchte. Der Besuch beim Obi wurde auch sogleich erledigt. Nun musste ich nur noch mein Beet bepflanzen und das Gemüse säen. Ich muss zugeben, dass ich das an einem kinderfreien Vormittag erledigt habe. Meine beiden Monster hätten das gesamte, bereits liebevoll bepflanzte Feld in einen einzigen Acker verwandelt! Ich übertreibe nicht, heute habe ich die beiden zum Gießen mitgenommen, und mir ist der Schweiß auf der Stirn gestanden, als ich versucht habe beiden zu erklären, „was ein Weg“, und „was ein Beet“ ist („Ist das der Weg?“ „Geh am Weg, steig nicht ins Beet, schauuuu, da ist der Weg, nein nicht ins Beet, auf dem Weeeeeg…“). Wir haben es geschafft das Gelände wieder halbwegs unfallfrei zu verlassen, aber mindestens ein Salat hat einen Tritt von Großkind abbekommen, und Mini hat genüsslich eine Eierschale, die als Dung am Nachbarbeet lag, verspeist. Das Gemüsebeet wird also eher mehr zu meiner eigenen Sache werden, und die Damen dürfen dann mal wieder zum Ernten mitkommen ;-), oder irgendwann, wenn ich wieder gute Nerven habe!

Mein Plan ist es, zusätzlich zu meinen Balkonnaschtomaten, noch Fleischtomate, Zuckermais, runde Zucchini, Mangold, Romanesco, Salat, Kresse und Radieschen zu kultivieren.

Da noch alles kahl ist, habe ich auf dem Foto eingezeichnet, wo was hinkommt. Der Pfeil zeigt, die paar Reihen, die nicht mehr am Foto zu sehen sind.

Beet Mai

Heute habe ich gemerkt, dass der Boden bzw. die Oberfläche sehr schnell austrocknet. Ich sollte dringend mulchen. Vielleicht schaffe ich das in den nächsten Tagen, dann habe ich auch nicht so sehr mit Unkraut zu kämpfen.

Ich bin so motiviert und es wird herrlich werden, wenn ich feinstes Biogemüse ernten kann. Meine Kinder lernen (falls ich sie noch öfter mitnehmen 😉 ), dass das Gemüse nicht nur aus dem Supermarktregal kommt.

Ich liebe Gärten, man fühlt sich dort einfach wohl. Wahrscheinlich, weil alles entsteht, gedeiht und jedes Mal aufs neue fasziniert es mich, wie aus so kleinen Samenkörnern große Pflanzen werden, die tolle Früchte heranreifen lassen.

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Ich werde mein  kleines „Urban Gardening“ Projekt hier dokumentieren. Ich will festhalten wie sich der Garten entwickelt und herausfinden wieviel Gemüse mein Garten abwirft.

 

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