Rhabarber-Vanille-Sirup

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Die Rhabarber Zeit ist leider bald vorbei. Bis 24. Juni, dem Johannistag, darf er noch geerntet werden. Einerseits weil die Pflanze dann wieder Zeit braucht um sich zu erholen, andererseits weil dann angeblich der Gehalt an Oxalsäure zu hoch ist.

Ich gestehe, ich koche so gut wie nie mit Rhabarber. Ich wusste nie so recht was ich mit Rhabarber anfangen sollte.  Ich erinnere mich aber an Rhabarber Kompott meiner Oma und an den herrlichen Rhabarber Kuchen. Der saure Geschmack ist aber nicht jedermanns Sache und die Kinder sind nicht so begeistert vom Geschmack dieses Gemüses. Richtig, Gemüse, Rhabarber ist kein Obst sondern, weil die Stängel geerntet werden, ein Gemüse.

Wie kann man ihn nun konservieren, damit man Rhabarber auch nach dem 24. Juni noch genießen kann? Eine Möglichkeit, die ich wirklich wunderbar finde und auch bei den Kindern Anklang gefunden hat, ist ein Rhabarber-Vanille-Sirup. Der Zucker im Sirup und Vanille gleichen den sauren Eigengeschmack des Gemüses wunderbar aus. Er wird heiß abgefüllt und hält Monate in der verschlossenen Flasche. So habe ich ein Stück Frühling konserviert!

Aufgespritzt mit Soda oder Mineralwasser schmeckt er sehr erfrischend, aber immer noch mild. Ein Blättchen Pfefferminze, oder eine ganzer Zweig, macht das ganze Getränk zu einem sommerlichen Highlight! Bestimmt würde so ein Schuss Sirup auch mit Prosecco und Soda herrlich schmecken und versüßt einen lauen Sommerabend im Garten oder am Balkon.

Versucht es, mein Rezept ergibt nur eine kleine Menge Sirup, ich habe aber nach dem Geschmackstest gleich für Nachschub gesorgt. Die doppelte Menge kann man auf jeden Fall machen, dann zahlt sich das Einkochen auch aus.

Zutaten

für ca. 250ml Sirup

  • 500g Rhabarber
  • 250g Zucker
  • 1 Vanilleschote
  • 3 El Zitronensäure

Zubereitung

Den geschälten und geputzten Rhabarber in kleine Stücke schneiden und mit ca.250ml Wasser in einem Topf zum Kochen bringen. 10 Minuten weich kochen lassen. Anschließend die Rhabarberstücke durch ein feines Sieb gießen und den Saft auffangen.

Dieser Saft wird mit dem Zucker, der Zitronensäure und dem Inhalt der ausgekratzten Vanilleschote erneut aufgekocht. Das Vanillemark bleibt im Sirup – es sieht zwar nicht so schön aus, schmeckt aber hervorragend – anschließend kochend heiß in sterile Flaschen abgefüllt.  Die Flaschen müssen sofort verschlossen werden. So ist der Sirup lange haltbar. Ist eine Flasche angebrochen, im Kühlschrank aufbewahren und innerhalb weniger Tagen aufbrauchen.

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